Aikido
Die defensive Kampfkunst
Zum 30. September eröffnet der Judo Club Aurich eine Aikido-Sparte.
Wir freuen uns immer über Schnuppergäste! Alle starten bei null und sind – auch ohne Vorkenntnisse – gern gesehen.
Melde dich bei uns oder komm einfach vorbei!

Die Aikidoka des Judo Club Aurich trainieren jeden Mittwoch in der Zeit von 18:00 bis 19:30 Uhr in der neuen Sporthalle der Realschule in Aurich. Informationen zum Aikido können per Mail über die Adresse hubert.luhmann@t-online.de unmittelbar erfragt werden.
Herkunft des Aikido
Aikido wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Japan entwickelt. Die Grundlagen zum Aikido und dem besser bekannten Judo und dem Ju-Jitsu entstammen der gleichen Quelle, dem Daito Ryu Ju-Jutsu. Der Begründer des Aikido, Morihei Uyeshiba, hat sich neben dem Begründer des Judo, Jigoro Kano, darum verdient gemacht, die Techniken des Datito Ryu Ju-Jutsu so zu entwickeln, dass die potenziell tödlichen Techniken weggelassen oder entsprechend verändert wurden. Während beim Judo weiterhin der Wettkampfgedanke erhalten blieb, ging Morihei Uyeshiba einen Schritt weiter. Er nahm den Wettkampf- und damit den Kampfgedanken aus seinem System heraus. Uyeshiba hatte eine Vielzahl von Kampfsportdisziplinen studiert. Darüber hinaus hatte Uyeshiba als Anhänger des Shinto und seiner engen Verbindung zur Omoto-Kyo-Sekte ein hohes Maß an Spiritualität in das Aikido eingefügt.

Wie funktioniert Aikido?
Alles in Allem ist Aikido von der grundsätzlichen Konzeption und dem Gedanken des Friedens nicht auf Kampf, Gegnerschaft oder gar Feindschaft ausgerichtet. Vielmehr geht es darum, mit dem Angreifer (der im Aikido Uke genannt wird) eine enge Verbindung eizugehen und den Konflikt durch angepasste Bewegungen zu lösen. Dieses Anpassen richtet sich exakt nach dem zugrunde liegenden Angriff des Uke. D.h., greift der Uke hart und schnell an, wird die Technik entsprechend kurz und stark sein. Greift der Uke eher „zurückhaltend“ an, ist auch die Aikido-Technik „zurückhaltend“. Der Uke generiert also selbst die Reaktion des Aikidoka.
Dementsprechend fallen die Bewegungen des Aikido rund und weich aus. Vergleichbar muss man sich vorstellen, dass der Angreifer versucht Wasser anzugreifen. Das Wasser richtet sich nicht gegen den Angreifer; vielmehr umgibt das Wasser den Angreifer und der Angreifer spiegelt sich in dem Wasser, das ihn umgibt. Deshalb ist Aikido für Einsteiger in jedem Alter und alle Geschlechter gleichermaßen geeignet. Übermäßige Kraft, große Dehnfähigkeit oder ultraschnelle Bewegungen sind beim Aikido nicht erforderlich. Das ständige Training fördert die Entwicklung des eigenen Körpers, das Selbstbewusstsein, das intuitive Erkennen von Situationen und die entsprechende Reaktion auf Konflikte, seien sie körperlich oder sozial. Der geübte Aikidoka löst den Konflikt „indem er den Konflikt wie Wasser umspült“. Der Konflikt löst sich auf und hinterlässt keinen Verlierer.
Unser Trainer
Um Aikido zu erlernen, benötigt der Aikidoka (so heißen in Japan die Ausübenden) Zeit, Geduld und einen Lehrenden, der ihm ein Stück auf dem Weg voraus ist. Dieser Jemand ist in der neuen Aikido-Sparte im Judo-Club Aurich unser Trainer Hubert Luhmann.

Hubert ist pensionierter Polizeibeamter. Er ist im März 2026 von Dortmund nach Esens gezogen und hat seinen Lebensmittelpunkt mit seiner Frau in Esens gefunden. Er hat in der Polizei eine Vielzahl von Funktionen und fachlichen Bereichen durchlaufen. So war er Gruppenführer bei der Bereitschaftspolizei, Ausbilder für Selbstverteidigung/Eingriffstechniken, Chef der Kriminalpolizei im Hochsauerlandkreis und Stellvertretender Leiter der Spezialeinheiten. Als Dezernatsleiter in der Aus- und Fortbildung war er unter anderem verantwortlich für das System der Eingriffstechniken und die Förderung von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern der Polizei in NRW. Zuletzt war er Direktionsleiter Gefahrenabwehr/Einsatz (Chef der Schutzpolizei) und stellvertretender Leiter des Polizeipräsidiums Hagen (Westfalen).
Hubert Luhmann hat seinen Weg im Aikido mit 14 Jahren begonnen. Seine Prüfung zum 1. Dan legte Hubert im August 1979 im Alter von 19 Jahren ab. Heute ist Hubert auf den 7. Dan-Aikido graduiert. Er ist Bundestrainer im Deutschen Aikido-Bund e.V. und Mitglied im Dan-Kollegium des Kokusai Budo Koenkai (Budoförderkreis International). Unter Budo versteht man die martialischen Künste Japans (u.a. Judo, Aikido, Karate). Das bildet auch Huberts Vergangenheit in den Kampfkünsten ab. Neben Aikido hat er einige Jahre Judo und Ju-Jutsu (als das damalige System der Polizei NRW) betrieben. Über 10 Jahre war Hubert Leiter der Landeskarategruppe der Polizei NRW. Diese Gruppe besteht aus ca. 30 ausgewählten Polizeibediensteten des Landes NRW, die unterschiedliche Kampfsportarten betreiben, gemeinsam alle vertretenen Disziplinen trainieren und bei Auftritten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei NRW auftreten. Diese Auftritte sollen die Leistungsfähigkeit der Polizei NRW unter Beweis stellen. Alles in Allem lebt Hubert den Budo, den er „als genau mein Ding“ bezeichnet. Sein Wissen und sein Können an andere Menschen weiterzugeben sind sein Weg und seine Leidenschaft.
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